Quellen des Lebens


Mein Zeitprojekt "leben und arbeiten" im Kloster ist nun wieder vorbei.

Eine Zeit, die sehr anstrengend für mich war, weil ich körperliches Arbeiten nicht mehr gewohnt bin und die ich nach dem ersten Tag abbrechen wollte, so fertig war ich. Nachdem ich aber eine Nacht darüber geschlafen habe, entschied ich mich zu bleiben und es durchzuziehen.
Ich habe es durchgehalten, weil es ein Ort ist, eine Quelle, die mir von jeher Kraft und Stärke mitgegeben hat und weil ich Menschen kennengelernt habe, die mir dabei hilfreich zur Seite standen. Und ich wurde belohnt, denn auch dieses Mal wurde ich wieder inspiriert und neu belebt - seelisch und geistig - 
 
Die benediktinische Ausrichtung des Klosters besagt: 
ora et labora - bete und arbeite - Zu meinem Gebet wurde schliesslich:  
"Lebe (im Sinne von Genießen) und arbeite"

Eines abends gab es in der Kirche ein kleines klassisches Konzert mit Orgel und Geige, bereichert durch poetische und biblische Texte sowie philosophischen Gedanken, die ich aufgegriffen habe und die mich angeregt haben, darüber nachzudenken, wie über das Märchen von Brüderchen und Schwesterchen und die Passagen der verwünschten Quellen, die zu dem durstigen Brüderchen sprechen:

"Wer aus mir trinkt, der wird ein Wolf"
"Wer aus mir trinkt, der wird ein Reh"
und Brüderchen konnte nicht widerstehen und trank und wurde ein Reh.

Wonach dürsten wir und welchen Quellen trauen wir?
Trinken wir aus "vergifteten Quellen",
die uns schier zu zerreißen drohen (wie ein Wolf)
oder die uns "ängstlich und scheu" machen (wie ein Reh)?
Hören wir auf unsere innere Stimme, 
die uns warnt, wenn uns etwas nicht gut tut?
Welche Quellen geben uns Kraft, welche sind uns Quellen der Freude?
Schöpfen wir reichlich aus ihnen?
Mögen unsere Quellen niemals versiegen 
und sich zu einem starken Strom vereinen.
Möge unser Leben im Fluss bleiben,
um letztendlich seine Erfüllung im Meer zu finden

Kommentare

  1. Ein Quell für den Geist muss Deine Zeit im Kloster gewesen sein! Wo verbrachtest Du Deine Klausur?! Ich frage, da es mich längst einmal hinziehen würde ein klösterliches Wochenende zu bestreiten. Ora et labora ist ein ewiger Satz und ich finde, Du hast ihn gut interpretiert.

    Mit sonnigen Grüßen, Heidrun

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    1. Liebe Heidrun ... ich war auf dem Schwanberg/Nähe Würzburg
      hier mal der link dazu: www.schwanberg.de

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  2. Oh ja: Die Zeit im Kloster hat dich bereichert und dir großartige Gedanken geschenkt. - Danke, dass du sie mit uns teilst. - Ich werde nach meinen Quellen Ausschau halten, denn ich habe das Gefühl, dass mir nicht alle gut tun. - LG Martina

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