Fragen leben

Ich schreibe


Tagebuch - für die ganz normalen täglichen Ereignisse
Tagebuch - nur für die schönen Dinge, die mich freuen und für die ich dankbar bin
Tagebuch - für eigene und fremde Lyrik und Sinnsprüche und alles was mich bewegt
und manchmal, so wie heute morgen, da lese ich in alten Aufzeichnungen.


Dabei ist mir aufgefallen, dass sich an meinen Sehnsüchten, Träumen
und Fragen in den letzten Jahren nichts geändert hat.
Sehnsüchte und Träume haben sich bisweilen verändert,
aber die Fragen sind die gleichen geblieben.


Dazu fiel mir dann ein Gedicht von Rilke über die Geduld wieder ein, in dem er davon spricht, Geduld zu haben mit dem Ungelösten in seinem Herzen und die Fragen, die sich dadurch ergeben, versuchen lieb zu haben und sie zu leben. Wenn man Glück hat, lebt man eines schönen Tages fast unbemerkt in die Antworten hinein.

Und ich merkte, dass mir das bei meinem Schreiben ähnlich geht. Noch während des Schreibens formulieren sich Buchstaben zu Worten, zu Sätzen und zu Erkenntnissen.

"Geduld ist die Schwester der Hoffnung und über jeden Zweifel erhaben" (c)

Ob das so stimmen mag, darüber kann man nachdenken Dieser Satz entstand intuitiv und wollte so niedergeschrieben sein. Grundsätzlich denke ich, wenn man Sätze zu sehr mit dem Verstand zerbröselt (auseinandernimmt), verlieren Worte ihre Magie.

Kommentare

  1. " wenn man Sätze zu sehr mit dem Verstand zerbröselt (auseinandernimmt), verlieren Worte ihre Magie. " genauso sehe und empfinde ich das auch....
    eine ebenfalls leidenschaftliche Tagebuchschreiberin und "wiederaufrufen und nach Jahren nochmals lesen schafft oftmals später klärende Einblicke....herzlichst angelface

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  2. Ich habe es früher mal gemacht und irgendwann ist es "verloren" gegangen.

    Liebe Grüsse

    N☼va

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  3. Liebe Jutta, „Geduld zu haben mit dem Ungelösten in (…) Herzen und die Fragen, die sich dadurch ergeben, versuchen lieb zu haben und sie zu leben. Wenn man Glück hat, lebt man eines schönen Tages fast unbemerkt in die Antworten hinein.“ – diesen Satz liebe ich, es steckt so viel Weisheit darin, so viel Lebenserfahrung und so viel Sanftmut. Und dass man fast unbemerkt in die Antwort hineinlebt, hat sogar etwas Tröstliches an sich, auch, wenn es sich wie ein Wegweiser anfühlt.
    Danke für den schönen Post, alles Liebe von der Grażyna

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  4. Tagebuch habe ich nie geschrieben, nur mal kurz in der Jugend. Meine Gedichte und Texte sind wie ein Tagebuch und ab und zu lese ich gern darin. Zerpfücken werde ich nichts, denn es kommt aus dem Bauch ,aus dem Herzen mit und ohne Schmerzen, so sollte es bleiben.
    bei dir habe ich Nachholbedarf zum Lesen, aber ich war auch krank und so hat man einiges versäumt.
    Liebste Grüße, Klärchen

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